Signalanlagen der Werkbahn Peenemünde

Chronik

1941

Dreieck 1939/40 transparenter Platzhalter
1942 Dreieck
25.1. Besprechung bei Preis­prü­fung Heer mit Des­sau­er Wag­gon­fa­brik über Nach­trags­auf­trag auf 5 Trieb­wa­gen
Infolge der Errichtung des Ar­bei­ter­la­gers Tras­sen­hei­de, in dem rd. 4-5.000 Bau­ar­bei­ter un­ter­ge­bracht wer­den sol­len, er­höht sich die durch die neue Werk­bahn zu be­för­dern­de Fahr­gä­ste­zahl be­reits Ende die­sen Jah­res um rund 50%. Es ist da­her not­wen­dig ge­wor­den, die bei der Des­sau­er Wag­gon­fa­brik in Auf­trag ge­ge­be­ne An­zahl von 10 Trieb­wa­gen auf 15 Stück zu er­hö­hen. Das­sel­be trifft zu für die Er­wei­te­rung des Auf­tra­ges an die Wag­gon­fa­brik Baut­zen von 10 auf 15 Steu­er­wa­gen und die Er­wei­te­rung des Auf­trags an SSW von 10 elek­tri­schen Aus­rü­stun­gen auf eben­falls 15 Stück.
30.1. Zusatz zum Auftrag an Des­sau­er Wag­gon­fa­brik auf 5 Trieb­wa­gen
Zusatz zum Auf­trag an Busch Baut­zen auf 5 Steu­er­wa­gen
Zusatz zum Auf­trag an SSW auf 5 elek­tri­sche Trieb­wa­gen­aus­rü­stun­gen
20.-21.2. Besprechung mit BGS zur Er­wei­te­rung der Bahn­an­la­gen Zin­no­witz
Die eintreffenden Gü­ter­wa­gen müs­sen ge­trennt nach HVP, FSP, Luft und Ha­fen Pee ver­teilt wer­den, wozu je ein Gleis mit min­de­stens 100 m Län­ge vor­han­den sein muß. Für den Per­so­nen­ver­kehr muß in Zin­no­witz ein Bahn­steig mit 2 Glei­sen von je min­de­stens 160 m Län­ge zur Ver­fü­gung ste­hen. Au­ßer­dem muß für die Per­so­nen­zü­ge längs der neu­en Gü­ter­glei­se ein Um­fah­rungs­gleis vor­ge­se­hen wer­den, das vor den Bahn­steig­köp­fen in obi­ge 2 Bahn­steig­glei­se über­geht.
Weiterhin wurde die Bau­lei­tung auf An­ord­nung von Mi­ni­ste­rial­rat Schu­bert an­ge­wie­sen, das 2. Un­ter­werk nun­mehr west­lich der Wa­gen­hal­le, in aus­rei­chen­dem Ab­stan­de da­von und in­ner­halb der Um­zäu­nung vor­zu­se­hen. Er­ör­te­rung der Li­nien­füh­rung der neu­en Werk­bahn zwi­schen Karls­ha­gen und Groß­sied­lung Tras­sen­hei­de. Be­vor­zugt wird eine Füh­rung west­lich der Haupt­durch­gangs­stra­ße, um eine Kreu­zung der­sel­ben zu ver­mei­den.
Am 21. fand eine Be­spre­chung über Ein­zel­hei­ten der Wa­gen­hal­le statt. Er­ör­tert wur­de die Aus­ge­stal­tung der Ar­beits­gru­ben, der Quer­tun­nel, wel­che die Ar­beits­gru­ben ver­bin­den, die Ab­deckung der Gru­ben an den Über­gän­gen, ihre Ent­wäs­se­rung so­wie die Hei­zung der Gru­ben. Für den Luft­schutz­kel­ler wur­de ein bom­ben­si­che­rer Raum für 60 Per­so­nen als aus­rei­chend an­ge­se­hen. Der Lauf­kran in der Mon­ta­ge­werk­statt er­hält eine Trag­fä­hig­keit von 10 t. Fer­ner wur­de der Raum­be­darf für den Die­sel­lok-Schup­pen, der für 8 Lo­ko­mo­ti­ven vor­ge­se­hen ist, an­ge­ge­ben. Hier­bei wur­de er­neut dar­auf hin­ge­wie­sen, daß der Bau die­ses Schup­pens sehr ei­lig ist, da die Die­sel­loks in den näch­sten Wo­chen be­reits an­ge­lie­fert wer­den bzw. meh­re­re Loks be­reits aus­ge­lie­fert sind und nicht hin­rei­chend ge­schützt un­ter­ge­stellt wer­den kön­nen.
Mit der Errichtung des Stell­werks­ge­bäu­des ist in Kür­ze zu be­gin­nen, da be­reits in 2-3 Mo­na­ten mit der An­lie­fe­rung der Stell­werks­ge­rä­te und Ap­pa­ra­te zu rech­nen ist. Der end­gül­ti­ge Platz für die Er­rich­tung des Stell­werks­ge­bäu­des wur­de nun­mehr zwi­schen Ver­wal­tungs­ge­bäu­de und Haupt­wa­che, aber west­lich der Haupt­glei­se fest­ge­legt.
Grundsätzlich wurde die Bau­lei­tung an­ge­wie­sen, auf al­len Bahn­stei­gen der FSP und in Karls­ha­gen seit­lich of­fe­ne Bahn­steig­über­da­chun­gen in der bei der Ber­li­ner S-Bahn üb­li­chen Form vor­zu­se­hen. [Tat­säch­lich er­hiel­ten wohl nur die Bahn­stei­ge des Bf Sied­lung kur­ze Bahn­steig­dä­cher zum Schutz der Trep­penab­gän­ge]
10.-11.3. Bei der Be­spre­chung des Si­che­rungs­pro­jek­tes mit ei­nem Ver­tre­ter der VES wur­de fest­ge­stellt, daß die bis­her in­ner­halb der Ring­bahn ein­ge­bau­ten Wei­chen auf Ei­sen­schwel­len ver­legt sind, ob­wohl vor mehr als Jah­res­frist be­reits die Bau­lei­tung an­ge­wie­sen wor­den war, in­ner­halb der Ring­bahn nur Holz­schwel­len ein­zu­bau­en. Da etwa 8 – 10 Wei­chen noch nicht ver­legt sind, wur­de an­ge­ord­net, den Ein­bau so lan­ge zu ver­zö­gern bis die Holz­schwel­len hier­für be­schafft sind. Die Be­schaf­fung von höl­zer­nen Wei­chen­schwel­len ist zur Zeit mit Schwie­rig­kei­ten ver­knüpft. Die be­reits auf Ei­sen­schwel­len in­ner­halb der Ring­bahn ver­leg­ten Wei­chen wer­den schwel­len­wei­se wie auch an den Stö­ßen mit Iso­lier­stoff iso­liert, der sich bei der Reichs­bahn gut be­währt hat.
Hauptmann Harig bat um Über­las­sung der vier mitt­ler­wei­le in Pee­ne­mün­de ein­ge­trof­fe­nen Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven 110 PS, da die­se an­geb­lich für den Be­trieb der al­ten Werk­bahn drin­gend ge­braucht wer­den. VId teil­te Herrn Harig mit, daß ern­ste Be­den­ken hier­ge­gen be­stün­den, da zu fürch­ten ist, daß die Lo­ko­mo­ti­ven über­mä­ßig be­an­sprucht und nicht ge­nü­gend ge­pflegt wer­den, so daß sie spä­ter, wenn sie ih­rem ei­gent­li­chen Ver­wen­dungs­zweck zu­ge­führt wer­den sol­len, ihre Brauch­bar­keit stark ver­min­dert ist. Herr Harig ver­sprach zwar, die Loks be­son­ders gut zu pfle­gen, doch kann nicht em­pfoh­len wer­den, dem Wun­sche zu ent­spre­chen. Es wird viel­mehr dazu ge­ra­ten, die 4 Loks an­der­wei­tig un­ter­zu­stel­len und die noch nicht an­ge­lie­fer­ten nach Fer­tig­stel­lung vor­läu­fig noch nicht nach Pee zu über­füh­ren.
12.-14.3. Besprechung in Pee
Herrn Hptm. Haarig wurde von VI zu­ge­stan­den, daß, wenn sei­ne Be­mü­hun­gen bei Prüf 12, eine grö­ße­re Die­sel­lo­ko­mo­ti­ve von Rü­gen­wal­de zu er­hal­ten, oder eine Staats­bahn­lo­ko­mo­ti­ve zu er­hal­ten, ver­geb­lich sind, er für den Gü­ter­ver­kehr der FSP eine oder zwei der vier 110 PS Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven vor­über­ge­hend ver­wen­den kann. Soll­te hier­von Ge­brauch ge­macht wer­den, wird Gr. VI recht­zei­tig in Kennt­nis ge­setzt wer­den.
Der Gleisanschluß für die O2-An­la­ge ist ab 25.3. be­fahr­bar.
20.-22.3. Besprechung in Pee zur 15 kV Ka­bel­ver­le­gung, fol­gen­de Teil­stre­cken sind ent­spre­chend dem vor­ge­se­he­nen Teil­aus­bau vor­ab zu ver­le­gen:
  1. Der O2-Ring
  2. Die Strecke Schaltwarte – F2 – F1 (bei F2 ist eine Schlei­fe vor­zu­se­hen)
  3. Die Strecke Schaltwarte – Un­ter­werk Pee (die­ses Ka­bel wird spä­ter nach F3 wei­ter­ge­führt)
  4. Die Leitung F1 – IW – Un­ter­werk Pee
  5. Die Strecke Schaltwarte – Un­ter­werk Zin­no­witz (Die­ses Ka­bel wird bei Prüf­stand Pr 3 zu­nächst ab­ge­schwenkt und nach Un­ter­werk Karls­ha­gen ge­führt. Zwi­schen Pr 3 und Un­ter­werk wird ein 2. Ka­bel bei­ge­legt, je­doch noch nicht an­ge­schlos­sen, Er­dung!)
  6. Die Strecke F1 – Unterwerk Karls­ha­gen
 
5.4. Auftrag an BBC auf Fahr­lei­tungs­un­ter­su­chungs­wa­gen
7.-9.4. Besprechung in Pee
Der Bauleitung wurde mit­ge­teilt, daß das drit­te pro­vi­so­ri­sche Gleich­rich­ter­werk etwa bei km 2,5, also süd­lich der ge­plan­ten Groß­sied­lung er­rich­tet wer­den soll, wo ent­spre­chen­der Bahn­an­schluß vor­ge­se­hen wird.
9.4. Besprechung mit BBC und SSW über OL-Aus­rü­stung bei VId
Das dritte Unterwerk zur Spei­sung der Fahr­draht­lei­tung auf der Stre­cke Zin­no­witz – Karls­ha­gen wird in km 2,5 der al­ten Werk­bahn er­rich­tet. Für die Grö­ßen­be­stim­mung des Un­ter­wer­kes und der Fahr­draht­lei­tung ist zu­grun­de ge­legt wor­den, daß ein Voll­zug von Zin­no­witz un­ter­wegs und der zwei­te Zug im An­fah­ren be­grif­fen ist. Aus die­ser An­nah­me her­aus wur­de von den Fir­men er­rech­net, daß es not­wen­dig ist, par­al­lel zum Fahr­draht eine durch­ge­hen­de Spei­se­lei­tung von Zin­no­witz bis km 6,6 von 95 qmm als Kup­fer­seil zu ver­le­gen. Die­se Spei­se­lei­tung wird an den Lei­tungs­ma­sten der Fahr­draht­lei­tung be­fe­stigt. Es müs­sen da­her die Ma­ste ent­spre­chend ver­stärkt wer­den. BBC wird dem OKH die Ko­sten hier­für an­ge­ben. Beim spä­te­ren Um­bau der Tras­se von Tras­sen­hei­de nach Karls­ha­gen wird ein Teil der Spei­se­lei­tung frei. Die frei wer­den­de Lei­tung wird dann zur Ver­stär­kung der Rück­lei­tung in­ner­halb der Ring­bahn ver­wen­det.
Es wurde festgelegt, daß nach der Luft eben­falls mit Fah­ren ei­nes Voll­zu­ges zu rech­nen ist. Un­ter die­sen Um­stän­den muß auch hier die Fahr­draht­lei­tung durch eine Spei­se­lei­tung von 95 qmm Kup­fer­seil ver­stärkt wer­den. Die Spei­se­lei­tung wird eben­falls an den Fahr­lei­tungs­ma­sten be­fe­stigt, be­ginnt bei der Haupt­wa­che der HVP und en­det in km 2,3.
Aus Sicherheitsgründen wer­den die Lei­tungs­ma­ste mit­tels Kup­fer­seil mit ei­ner der bei­den Schie­nen ver­bun­den. BBC hat für die ein­zel­nen Fahr­draht­ab­schnit­te ei­nen be­son­de­ren Stre­cken­plan ent­wor­fen. Die­ser wur­de auf die Schalt­mög­lich­kei­ten durch­ge­spro­chen und da­bei fest­ge­legt, an wel­chen Stel­len hand- und fern­ge­steu­er­te Schnell­schal­ter ein­ge­baut wer­den sol­len. BBC wird dem OKH ei­nen sol­chen Plan zur Ge­neh­mi­gung als­bald ein­rei­chen. Die Steu­er­ein­rich­tun­gen der Schnell­schal­ter im Un­ter­werk wer­den von der AEG nach Schalt­plä­nen der BBC ge­lie­fert und ein­ge­baut.
22.4. Chef Prüf 11 ge­neh­migt die Zeich­nun­gen für die Wa­gen­hal­le
22.4. Besprechung im OKH mit SSW, Busch Baut­zen und Des­sau­er Wag­gon­fa­brik zur Ein­hal­tung der Lie­fer­ter­mi­ne, SSW be­ginnt Ende Sep­tem­ber mit der In­nen­mon­ta­ge der Wa­gen. Die zu­ge­sag­te Lie­fe­rung soll für ei­nen Teil der Wa­gen un­ter die­ser Vor­aus­set­zung Ende die­sen Jah­res er­fol­gen.
23.-25.4. Besprechung in Pee
Zum Schutz der bereits ge­lie­fer­ten Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven soll ein be­helfs­mä­ßi­ger, etwa 80 m lan­ger Holz­schup­pen über dem Ab­stell­gleis der O2-An­la­ge er­rich­tet wer­den.
28.-30.4. Dienstreise nach Pee
Besprechung über die fer­tig­ge­stell­ten Ent­wür­fe des Die­sel­lok-Schup­pens und des Stell­werks­ge­bäu­des. An­ord­nung und Grö­ße der Räu­me ent­spre­chen den Er­for­der­nis­sen des Be­trie­bes. Der Bau­lei­tung wur­de noch ein­mal mit­ge­teilt, daß die Kran­bal­ken in der Mon­ta­ge­werk­statt der Wa­gen­hal­le nicht für ei­nen Kran von 10 t son­dern von 15 t vor­zu­se­hen ist.
Die geplante Lage des Die­sel­lok­schup­pens kann we­gen der not­wen­dig ge­wor­de­nen Ver­grö­ße­rung des­sel­ben nicht bei­be­hal­ten wer­den. Das zur F1 füh­ren­de Bo­gen­gleis wür­de den Die­sel­lok­schup­pen durch­schnei­den und kann aus gleis­tech­ni­schen Grün­den nicht ver­legt wer­den. Es em­pfiehlt sich, den Schup­pen in die Nähe der Wa­gen­hal­le zu ver­le­gen, da von dort aus die Be­auf­sich­ti­gung des Per­so­nals so­wie eine et­wa­ige Mit­be­nut­zung der Ma­schi­nen der Wa­gen­werk­stät­ten we­sent­lich ein­fa­cher ist.
In der Tiefbauabteilung wur­de eine Skiz­ze für die Gleis­an­la­ge des neu­en Ar­bei­ter­la­gers bei km 4,5 der al­ten Werk­bahn­stre­cke vor­ge­legt. Hier­zu konn­te je­doch noch nicht end­gül­tig Stel­lung ge­nom­men wer­den, je­doch wird den Ein­bau von 4 Wei­chen in das Haupt­gleis, wie von der Bau­lei­tung ge­plant, für nicht trag­bar ge­hal­ten. Auf das 2. Gleis an der neu­en Hal­te­stel­le soll ver­zich­tet wer­den.
Es wurde festgestellt, daß bis­her we­der höl­zer­ne Wei­chen­schwel­len noch das zu­ge­hö­ri­ge Klein­ei­sen­zeug be­stellt wor­den ist. Da­durch sind lei­der 6 Wo­chen un­ge­nutzt ver­stri­chen. Die Bau­lei­tung wur­de er­sucht, doch nun­mehr um­ge­hend die er­for­der­li­che Men­ge an höl­zer­nen Schwel­len zu be­stel­len, da­mit die irr­tüm­lich auf Ei­sen­schwel­len ver­leg­ten Wei­chen recht­zei­tig um­ge­baut wer­den kön­nen.
Die Um­lei­tung der al­ten Werk­bahn über die Glei­se der Um­ge­hungs­bahn er­folgt ab 4.5.41.
10.5. Genehmigung der Zeich­nun­gen für Un­ter­werk I durch Chef Prüf 11
Auftrag auf 3. Gleich­rich­ter­werk für die Schnell­bahn an AEG
15.5. Chef Prüf 11 ge­neh­mig­te den An­strich der Schnell­bahn­wa­gen nach Mu­ster II der Des­sau­er Wag­gon­fa­brik (dun­kel­rot mit gelb und grau­grü­nem Dach)
16.5. Besprechung bei den VES Sie­mens­stadt über Sig­nal­an­la­gen
21.5. Besichtigung von Sig­nal­fern­spre­cher­an­la­gen bei S&H Ber­lin-Sie­mens­stadt
Für den Zugverkehr der elek­tri­schen Werk­bahn in Pee wer­den alle Be­feh­le, alle Wei­chen- und Sig­nal­stel­lun­gen von ei­nem Zen­tral­stell­werk aus er­teilt und über­wacht. Da­mit der Ver­kehr sich schnell ge­nug ab­wickelt, ist es er­for­der­lich, die Sig­na­le in kur­zen Ab­stän­den (Block­ab­stän­den) hin­ter­ein­an­der an­zu­ord­nen. Im Be­trie­be kommt es er­fah­rungs­ge­mäß vor, daß aus ir­gend­ei­nem Grun­de ein Sig­nal ge­stört ist und das Halt­licht zeigt, so daß der an­kom­men­de Zug vor dem Sig­nal hal­ten muß. Soll­te die­se Stö­rung eine ge­wis­se Zeit über­schrei­ten, so wäre der rück­wär­ti­ge Zug­ver­kehr eben­falls still­ge­legt. Es ist da­her aus be­trieb­li­chen Grün­den er­for­der­lich, daß ver­schie­de­ne Sig­na­le mit Fern­spre­chern ver­se­hen wer­den, um dem Lok­füh­rer eine Ver­stän­di­gungs­mög­lich­keit mit dem Zen­tral­stell­werk zu ge­ben. Der Lok­füh­rer er­hält sei­en Be­fehl zur Wei­ter­fahrt als­dann nicht durch Fern­spre­cher oder schrift­li­chen Be­fehl son­dern durch ein be­son­de­res Sig­nal (Sig­nal A) wel­ches an je­dem Haupt­sig­nal (Block­sig­nal) an­ge­bracht ist. Die­ses Hilfs­sig­nal wird vom Zen­tral­stell­werk ge­ge­ben und dort über­wacht.
Demnach erhält das Zen­tral­stell­werk eine Sig­nal-Fern­spre­cher­an­la­ge mit 36 Teil­neh­mern so­wie 4 wei­te­ren An­schlüs­sen für spä­te­re Er­wei­te­run­gen. Das Stell­werk Ha­fen er­hält eben­falls eine be­son­de­re Fern­spre­cher­an­la­ge mit 4 Teil­neh­mern, au­ßer­dem 6 wei­te­ren An­schluß­ver­bin­dun­gen als Re­ser­ve. Das Stell­werk Ha­fen hat eine un­mit­tel­ba­re An­schluß­ver­bin­dung nach dem Zen­tral­stell­werk I. Da Stell­werk Ha­fen nicht dau­ernd von ei­nem Wär­ter be­setzt ist, kön­nen durch be­son­de­re Um­schalt­ein­rich­tun­gen die dor­ti­gen Fern­spre­cher­an­schlüs­se nach dem Zen­tral­stell­werk durch­ge­schal­tet wer­den. Das Stell­werk Zin­no­witz er­hält eben­falls eine be­son­de­re Fern­spre­cher­an­la­ge mit 4 Teil­neh­mern, au­ßer­dem 6 wei­te­ren An­schlüs­sen als Re­ser­ve. Es hat un­mit­tel­ba­re An­schluß­ver­bin­dung nach dem Zen­tral­stell­werk I. Von den vier Teil­neh­mern ist ein Teil­neh­mer da­von nach der Sta­tion der Reichs­bahn vor­ge­se­hen.
8.-10.6. Dienstreise nach Bo­chum und Dort­mund we­gen Ver­kür­zung der Lie­fer­fri­sten für Rad­sät­ze u. Wei­chen
10.-12.6. Der pro­vi­so­ri­sche Holz­schup­pen für die Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven ist fer­tig. VI Pee wird die noch bei der HVP ste­hen­den, der FSP ge­hö­ren­den Ma­schi­nen dort­hin über­füh­ren. Die Gleis­an­schlüs­se für HW, IW, F1 wer­den bis zum 15.7. fer­tig.
16.6. Auftrag an SAM auf Sig­nal­fern­spre­cher­an­la­gen
16.-20.6. Besprechung in Schwein­furt bei den Ver­ei­nig­ten Ku­gel­la­ger­fa­bri­ken über Rol­len­la­ger für Rad­sät­ze, mit BBC in Mün­chen über OL-Ma­te­rial. Be­sich­ti­gung ei­nes Fahr­lei­tungs­un­ter­su­chungs­wa­gens der Reichs­bahn in Blu­denz
Es stellte sich heraus, daß die Fer­tig­stel­lung der ge­sam­ten Ober­lei­tungs­an­la­ge bis Ende die­ses Jah­res nicht mög­lich ist, weil ein­mal die Aus­le­ger für sämt­li­che Ma­ste nicht recht­zei­tig fer­tig wer­den und weil fer­ner die Mon­ta­ge der Ge­samt­an­la­ge, mit der ur­sprüng­lich Mit­te April des Jah­res be­gon­nen wer­den soll­te, nicht mehr bis Ende des Jah­res durch­zu­füh­ren ist. Es wur­de des­halb mit den Her­ren von BBC ver­ein­bart, daß bis Ende No­vem­ber des Jah­res die Ober­lei­tungs­an­la­ge zwi­schen Zin­no­witz und der Fer­ti­gungs­stel­le – also ein­schließ­lich der Ring­bahn – be­triebs­fer­tig her­ge­stellt wird, so daß An­fang De­zem­ber der elek­tri­sche Bahn­be­trieb auf­ge­nom­men wer­den kann. Mit der Fa­bri­ka­tion der Ma­ste wird, ob­wohl das Stahl­kon­tin­gent über 260 t der Fir­ma be­reits am 27.11.1940 zu­ge­teilt wor­den ist, erst An­fang Juli des Jah­res be­gon­nen. Die An­lie­fe­rung der Ma­ste be­ginnt An­fang Au­gust. Die Ver­wen­dung von Kup­fer für die Ver­stär­kungs­lei­tun­gen ist von der Reichs­stel­le für Me­tal­le ab­ge­lehnt wor­den. Es müs­sen in­fol­ge­des­sen Alu­mi­ni­um-Lei­tun­gen ver­legt wer­den.
7.7. schwerer Ei­sen­bahn­un­fall, bei dem die 360 PS Die­sel­lok und der Wa­gen Es­sen 18962 mit Tei­len für die Ei­sen­bahn­sig­nal­an­la­ge schwer be­schä­digt wur­den und auch 1 To­ter zu be­kla­gen war
8.-10.7. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Die Gleisarbeiten im Ge­län­de der FSP sind rück­stän­dig. Die Bau­lei­tung wird ge­be­ten, hier­für die Ar­bei­ten so zu för­dern, daß die gro­ße Gleis­schlei­fe mit den An­schlüs­sen an die IW und F1, so­wie der Ran­gier­bahn­hof un­be­dingt bis zum Herbst die­ses Jah­res in Be­trieb ge­nom­men wer­den kön­nen. Bis da­hin muß auch der Bahn­hof an der jet­zi­gen Sied­lung ein­schließ­lich der Un­ter­tun­ne­lung dem Be­trie­be über­ge­ben wer­den.
10.-12.7. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Im Arbeiterlager Tras­sen­hei­de wer­den zur Zeit die Erd­ar­bei­ten für das Um­fah­rungs­gleis und den Bahn­steig der neu­en Hal­te­stel­le aus­ge­führt.
Um zu vermeiden, daß von der Be­triebs­lei­tung der al­ten Werk­bahn noch Neu­an­la­gen ge­schaf­fen wer­den, die spä­ter in den Rah­men der Neu­ein­rich­tun­gen der elek­tri­schen Werk­bahn nicht ein­ge­glie­dert wer­den kön­nen, wur­den die Her­ren der al­ten Werk­bahn kurz über Art und Um­fang der ge­plan­ten Si­che­rungs- und Sig­nal­an­la­gen un­ter­rich­tet. Un­ter an­de­rem wur­de ih­nen mit­ge­teilt, daß Schran­ken­an­la­gen an 6 Über­we­gen vor­ge­se­hen sind, von de­nen 3 An­la­gen von elek­tri­schen Stell­wer­ken fern­ge­steu­ert und über­wacht wer­den, wäh­rend die Stell­wer­ke [hier sind wohl die Schran­ken ge­meint] an der Strand­stra­ße, am Die­sel­lok-Schup­pen und an der Haupt­wa­che der HVP ört­lich be­dient wer­den sol­len. Die Her­ren der Werk­bahn ba­ten mit Rück­sicht auf die Er­fah­run­gen der letz­ten Zeit noch wei­ter­hin fol­gen­de Schran­ken­an­la­gen vor­zu­se­hen: HVP-Ost­stra­ße ge­gen­über der Haupt­wa­che, Kreu­zung Ca­si­no­stra­ße, Kreu­zung ge­gen­über der Feu­er­wa­che an der Hal­te­stel­le Ein­bahn­stra­ße und Kreu­zung wei­ter nörd­lich mit Ein­gang zur HVP. Fer­ner wer­den Schran­ken­an­la­gen an der Hal­te­stel­le Tras­sen­hei­de (Kreu­zung mit Strand­weg) und am Ar­bei­ter­la­ger Tras­sen­hei­de (Nord- und Süd­en­de) ge­wünscht. Die Schran­ken an der Kreu­zung der Werk­bahn mit der Um­ge­hungs­stra­ße, der Ost­stra­ße und der Ca­si­no­stra­ße kön­nen von ei­ner Stel­le aus ge­steu­ert und über­wacht wer­den, des­glei­chen die bei­den fol­gen­den im Ge­län­de der HVP. Die Schran­ke an der Hal­te­stel­le Tras­sen­hei­de wür­de vom Auf­sichts­be­am­ten die­ses Bahn­hofs be­dient wer­den, wäh­rend die Be­die­nung und Über­wa­chung der bei­den Schran­ken am Ar­bei­ter­la­ger Tras­sen­hei­de zen­tral vom Auf­sichts­be­am­ten die­ser Hal­te­stel­le er­fol­gen könn­te.
28.7. Genehmigung der Zeich­nun­gen für das Stell­werk durch Chef Prüf 11
28.-30.7. Besprechungen in Pee
Bei der Besichtigung der Bau­stel­len wur­de das Un­ter­werk II ge­ra­de ab­ge­steckt. Da die Ram­pen­brei­te nicht 1,50 m, son­dern 1,60 m ist, muß­te das Ge­bäu­de mit Rück­sicht auf das be­reits fest­ge­leg­te An­schluß­gleis ent­spre­chend ver­scho­ben wer­den. An der Bau­stel­le des Un­ter­wer­kes Karls­ha­gen ist eben­falls, ob­wohl die Bau­zeich­nun­gen schon am 22. April d.J. von Wa Prüf 11 ge­neh­migt wur­den, noch nichts ge­sche­hen. Die Be­ar­bei­tung des Ent­wurfs für das pro­vi­so­ri­sche Un­ter­werk, das räum­lich dem Un­ter­werk II völ­lig gleicht, je­doch in der Bau­wei­se leich­ter ge­hal­ten wer­den soll, wird an­ge­mahnt.
2.8. Aufträge:
an VES auf 3 Schran­ken
an Drai­si­nen­bau Al­pers, Ham­burg auf 1 Drai­si­ne
4.-5.8. Besprechung in Baut­zen über Lie­fer­ter­mi­ne für elek­tri­sche Lo­ko­mo­ti­ven und Steu­er­wa­gen
4.-7.8. Besprechungen in Pee
Beim neuen Arbeiterlager Tras­sen­hei­de sind die Haupt­zu­fahrts­we­ge und die Glei­se fer­tig, 3 Ba­racken be­reits er­rich­tet. Beim Ei­sen­bahn­tun­nel wer­den zur Zeit die Aus­gän­ge zu den Bahn­stei­gen be­to­niert. Für das 1. Gleich­rich­ter­werk am Wa­gen­schup­pen wur­de zur Zeit die Was­ser­hal­tung aus­ge­führt. Ge­neh­mi­gung der La­ge­plä­ne für die Bahn­un­ter­wer­ke an der Wa­gen­hal­le und an der Nord­kur­ve.
9.8. Besprechung im Reichs­bahn­zen­tral­amt über Um­bau der Die­sel­lok für Ge­ne­ra­tor­gas
Es ist spätestens im Ja­nu­ar 1942 da­mit zu rech­nen, daß die bis­her zur Ver­fü­gung ge­stell­te Die­sel­öl­men­ge we­sent­lich ver­rin­gert wird. Eine recht­zei­ti­ge Um­stel­lung auf ei­nen an­de­ren Be­triebs­stoff ist da­her not­wen­dig. Zu die­sem Zweck ist von den Fir­men Schwartz­kopff, Ber­lin, Ma­schi­nen­bau & Bahn­be­darf, Ber­lin u. Mo­to­ren­fa­brik Köln-Deutz eine Ar­beits­ge­mein­schaft ge­bil­det wor­den, die zu­sam­men mit der Reichs­bahn und der Wehr­macht den Um­bau der Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven ent­wickeln. Es ist be­ab­sich­tigt, 4 Ge­ne­ra­to­ren auf ei­nen be­son­de­ren Ten­der zu mon­tie­ren und den Bau die­ser Wa­gen auf den ge­nann­ten Wer­ken vor­neh­men zu las­sen. Hier sol­len auch die er­for­der­li­chen Än­de­run­gen an den Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven er­fol­gen.
11.-13.8. Dienstreise nach Pee
Die Arbeiten für die Wa­gen­hal­le ma­chen nur lang­sam wei­te­re Fort­schrit­te. Das­sel­be gilt für den Ei­sen­bahn­tun­nel. Letz­te­res wirkt sich in­so­fern be­son­ders un­gün­stig aus, als hier­durch auch die An­la­ge der Bahn­stei­ge für den Bahn­hof Sied­lung in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wird. Be­son­ders auf­fal­lend war die auch sonst für Zwecke des Ei­sen­bahn­baus an­ge­setz­te ge­rin­ge Zahl von Ar­beits­kräf­ten, die nach den ge­mach­ten An­ga­ben etwa 80 be­trägt, von de­nen ein er­heb­li­cher Teil zeit­wei­se noch mit dem Ent­la­den von Wag­gons be­schäf­tigt wird. Es ist un­ter die­sen Um­stän­den die Fer­tig­stel­lung der wich­tig­sten An­la­gen für den Schnell­bahn­ver­kehr bis Ende die­ses Jah­res nicht zu er­rei­chen.
13.8. Auftrag an VES auf Stell­werks­an­la­ge für das Ha­fen­ge­biet
19.8. Auftrag an R. Dol­berg auf 2 Stck. 6 t Bahn­mei­ster­wa­gen
2.-3.9. Besprechung bei der Wag­gon­fa­brik Des­sau über die Trieb­wa­gen
5.9. Besichtigung von Über­we­gen von der HVP bis Pee­ne­mün­de Ost mit ei­nem Ver­tre­ter der RBD Stet­tin zur Fest­le­gung der er­for­der­li­chen Schran­ken­an­la­gen
Es sollen die Überwege an der Um­ge­hungs­bahn an der Wa­che (Schran­ke e), zur Bau­lei­tung (Schran­ke f) und zum Ka­si­no (Schran­ke h) von ei­nem Wär­ter am Über­weg aus ge­stellt wer­den. Das Wäch­ter­haus soll öst­lich des Glei­ses er­rich­tet wer­den, so daß eine gute Sicht nach der Haupt­stra­ße und in Rich­tung Pee Ost mög­lich ist. Die bei­den nächst­fol­gen­den Über­we­ge an den End­punk­ten des Bahn­stei­ges P.-Ost sind eben­falls mit Schran­ken zu ver­se­hen und vom Bahn­steig aus zu be­tä­ti­gen.
Am Überweg nach der Luft vor dem Bahn­hof Pee West ist eine neue Warn­licht­an­la­ge (Sy­stem Pintsch) ein­ge­baut, wel­che in den näch­sten Ta­gen in Be­trieb geht. Da die Ver­hält­nis­se über­sicht­lich sind und der Stra­ßen­ver­kehr nur schwach ist, soll auf eine Schran­ke ver­zich­tet wer­den.
Die Betätigung der Schran­ke am Über­weg im Dorf Pee­ne­mün­de soll nor­mal vom be­nach­bar­ten Stell­werk Pee er­fol­gen. Bei un­be­setz­tem Stell­werk wird die Schran­ke vom na­he­lie­gen­den Bahn­steig 1 ge­stellt.
Die Schranken an der Kreu­zung der Haupt­stra­ße mit der Um­ge­hungs­bahn (Schran­ke a) und mit der Ring­bahn (Schran­ke b) so­wie der Über­weg über die Zu­fahrts­glei­se zum Ran­gier­bahn­hof (Schran­ke c) sol­len vom Stell­werk aus ge­stellt wer­den, für b und c wird je­doch von der RBD die aus­rei­chen­de Sicht vom Stell­werk auf die Über­we­ge be­zwei­felt, wes­halb die­se An­ge­le­gen­heit bis zur Fer­tig­stel­lung des Stell­werks­ge­bäu­des ver­tagt wird.
Die Kreuzung der Um­ge­hungs­stra­ße mit dem Zu­fahrt­gleis nach dem Werk Ost ist jetzt durch eine hand­be­dien­te Warn­licht­an­la­ge ge­si­chert. An die­ser Stel­le eine Schran­ken­an­la­ge ein­zu­bau­en ist nicht not­wen­dig, da nach Fer­tig­stel­lung der Si­che­rungs­an­la­ge die hand­be­dien­te Warn­licht­an­la­ge in eine au­to­ma­tisch wir­ken­de um­ge­baut wird.
Auf die Besichtigung der übri­gen Stra­ßen­kreu­zun­gen wird ver­zich­tet, weil sie ein­fa­che­rer Art sind und auf alle Fäl­le mit Schran­ken ge­si­chert wer­den, wie z.B. Tras­sen­hei­de La­ger und Tras­sen­hei­de Dorf.
Der Montageinspektor der VES teilt mit, daß am 8.9. mit der Ver­tei­lung der Sig­nal­ma­ste pp. auf der Stre­cke be­gon­nen wer­de.
16.-17.9. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Die Bahnsteigkanten an der Ring­bahn-Hal­te­stel­le ge­gen­über der F1 wa­ren für bei­de Bahn­stei­ge fer­tig­ge­stellt.
Der Bau des Bahn­steig­tun­nels, auf des­sen Wich­tig­keit für den Fort­schritt der Gleis­ver­le­gungs- und Bahn­steig­ar­bei­ten im­mer wie­der hin­ge­wie­sen wor­den ist, lei­det noch im­mer un­ter Leu­te­man­gel. Soll­te die Ab­deckung des Tun­nels nicht bis An­fang No­vem­ber des Jah­res fer­tig wer­den, dann ist nicht nur mit ei­ner Ver­schie­bung der Ober­bau­ar­bei­ten bis zum Früh­jahr 1942 zu rech­nen, son­dern es müs­sen die Ar­bei­ten für die Grund­was­ser­ab­sen­kung auch über die Win­ter­mo­na­te fort­ge­setzt wer­den.
Wie die Besichtigung der Bau­stel­len für die Mast­fun­da­men­te in Tras­sen­hei­de er­gab, ma­chen die­se Ar­bei­ten nur ge­rin­ge Fort­schrit­te. Schwie­rig­kei­ten macht der Fir­ma of­fen­bar die Was­ser­hal­tung, so daß auch hier die Grund­was­ser­ab­sen­kung ei­ner Spe­zial­fir­ma wird über­tra­gen wer­den müs­sen.
Für das Zentralstellwerk war am 16. des Mo­nats mit den Aus­schach­tungs­ar­bei­ten be­gon­nen wor­den. Mit dem Bau der Schalt­stel­len wur­de bis­her noch nicht be­gon­nen. Es wur­den im­mer wie­der Kla­gen dar­über ge­führt, daß die Werk­bahn nicht ge­nü­gend Loks und Wa­gen zur Ver­fü­gung stellt um die Bau­ma­te­ria­lien zu ver­fah­ren.
19.9. Besichtigung und Ab­nah­me von Stell­werks­ma­te­rial bei VES
Besichtigung von 20 fer­tig­ge­stell­ten und 20 in Ar­beit be­find­li­chen Ober­tei­len für Licht­sig­na­le so­wie von 15 Re­lais­schrän­ken. Das vier­rä­dri­ge [wahr­schein­lich doch vier­rei­hi­ge] He­bel­werk für das Zen­tral­stell­werk ist im Roh­bau fer­tig­ge­stellt. Wei­ter lie­gen etwa 300 Re­lais und zwar Gleis­re­lais für iso­lier­te Schie­nen und Block­re­lais im La­ger ver­sand­be­reit. Zum Schluß wur­de die Gleis­ta­fel für das Zen­tral­stell­werk ab­ge­nom­men. Sie ist in ih­rer Aus­füh­rung gut und sau­ber durch­kon­stru­iert. Die Licht­wir­kung der Sig­nal­bil­der und der iso­lier­ten Gleis­stre­cken wur­de auf gute Sicht hin be­ob­ach­tet und als aus­rei­chend fest­ge­stellt. Zu be­mer­ken ist noch, daß für die Wie­der­ho­lung der Sig­nal­bil­der und der iso­lier­ten Gleis­stre­cken etwa 800 klei­ne Lam­pen in die Gleis­ta­fel ein­ge­baut sind.
10./23.9. Infolge Füh­rer­ent­scheids wer­den die Fer­ti­gungs­stel­le und die Hee­res­ver­suchs­stel­le zur Hee­res­ver­suchs­an­stalt Pee (HVP) zu­sam­men­ge­faßt, die sich in Ent­wick­lungs­werk (EW) und Ver­suchs­se­rien­werk (VW) un­ter­teilt
30.9. Auftrag an Wag­gon­fa­brik Ra­statt auf 2 Topf­wa­gen
30.9. Telefongespräch betr. Um­bau von Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven mit Fa. Schwartz­kopff
Danach kommt der Umbau der schwe­ren 360 PS-Lo­ko­mo­ti­ven in ab­seh­ba­rer Zeit nicht in Fra­ge, weil die Ent­wick­lung ei­nes brauch­ba­ren Er­sat­zes vor Ab­lauf ei­nes Jah­res nicht be­en­det ist. Brauch­ba­re Er­geb­nis­se wä­ren bis­her nur mit Ma­schi­nen bis 100 PS er­zielt wor­den, so daß al­len­falls die 110 PS-Lo­ko­mo­ti­ven in Pee­ne­mün­de ei­nem Um­bau un­ter­zo­gen wer­den kön­nen. Auf Grund neue­rer Ver­su­che schei­det je­doch Holz zur Ver­ga­sung aus. Es kommt nur Schwer­koks oder An­thra­zit hier­für in Fra­ge. Es soll auch ge­prüft wer­den, ob und un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein Um­bau auf Pro­pan in Fra­ge kommt.
7.10. Besprechung mit der Fa. Schwartz­kopff-Wil­dau b. Ber­lin
Zum Umbau von Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven auf Saug­gas­be­trieb nach dem Zünd­strahl­ver­fah­ren teilt die Fir­ma mit, daß die Um­stel­lung auf Holz­gas mit dem 1.1.1942 aus­schei­de, da über den Sek­tor Holz als­dann für die­se Zwecke voll ver­fügt ist. Es kommt so­mit nur die Um­stel­lung auf An­thra­zit-Gas in Fra­ge, bei dem auch nur ein Lei­stungs­ver­lust von 10% zu er­war­ten ist, wo­bei Zy­lin­der­köp­fe und Brenn­stoff­pum­pe bei­be­hal­ten wer­den kön­nen. Die Fra­ge, ob der Um­bau auf Pro­pan­gas nicht zweck­mä­ßi­ger ist, da die bei An­thra­zit­gas un­ver­meid­li­che Ver­schmut­zung hier weg­fällt, wird zu­stim­mend be­ant­wor­tet. Die Reichs­bahn eben­so wie die In­du­strie ver­wen­det Pro­pan­gas­lo­ko­mo­ti­ven mit gu­tem Er­folg be­reits in grö­ße­rem Um­fan­ge. Mit Pro­pan ar­bei­tet der Mo­tor wie ein Ben­zin­mo­tor, je­doch müs­sen Zy­lin­der­köp­fe und Zünd­ap­pa­rat aus­ge­baut wer­den. Der Um­bau auf Leucht­gas schei­det mit Rück­sicht auf die für die Be­die­nungs­mann­schaft hier­mit ver­bun­de­nen Ge­fah­ren aus.
8.-9.10. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Die Bauarbeiten der Wa­gen­hal­le ha­ben in den letz­ten Wo­chen gute Fort­schrit­te ge­macht. Das Zen­tral­stell­werk ist bis zur De­cke des 1. Ober­ge­schos­ses im Roh­bau fer­tig. Der Bau der Sig­nal­an­la­ge macht gute Fort­schrit­te. Ab­ge­se­hen von zahl­rei­chen Fahr­sper­ren und ei­ni­gen Dros­sel­stö­ßen wa­ren be­reits 6 Hs-Sig­na­le auf­ge­stellt.
Wie im An­schluß an die Be­sich­ti­gung mit­ge­teilt wur­de, soll der Bau der Wa­gen­hal­le in Kür­ze ein­ge­stellt wer­den. Es muß da­her auch an die­ser Stel­le noch ein­mal dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, daß von ei­ner In­be­trieb­nah­me der elek­tri­schen Werk­bahn, mit der auf Grund der zur Zeit be­ste­hen­den Ver­hält­nis­se für Som­mer 1942 ge­rech­net wer­den kann, ab­ge­se­hen wer­den muß, so­fern nicht min­de­stens die Hälf­te der Wa­gen­hal­le nebst Werk­stät­ten und Ar­beits­gru­ben zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den kann.
Wa Prüf 11/VI Pee wur­de ge­be­ten, als­bald Trieb­wa­gen­füh­rer und Zug­be­glei­ter für die neue Werk­bahn ein­zu­stel­len, da­mit die­se schon jetzt zwecks Er­lan­gung der er­for­der­li­chen Stre­cken­kennt­nis be­schäf­tigt wer­den kön­nen. VId mach­te dar­auf auf­merk­sam, daß die neue Werk­bahn vor­aus­sicht­lich zum 1.7.42 in Be­trieb ge­nom­men wer­den kann und daß es sich em­pfiehlt, das neue Be­triebs- und Werk­stät­ten­per­so­nal vor­her ca. 3 Mo­na­te lang von der Ber­li­ner S-Bahn aus­bil­den zu las­sen.
Da die Ent­wick­lungs­ar­bei­ten für die Um­stel­lung von Die­sel­loks über 100 PS Lei­stung noch län­ge­re Zeit be­nö­tig­ten und die Werk­bahn in der Haupt­sa­che auf die Ver­wen­dung von Lo­ko­mo­ti­ven mit 360 PS Lei­stung an­ge­wie­sen ist, soll auf An­ord­nung von Herrn Mi­ni­ste­rial­rat Schu­bert die Um­stel­lung auf An­thra­zit­gas nicht wei­ter ver­folgt wer­den. Da­ge­gen wur­de den Aus­füh­run­gen von VId über die Um­stel­lung auf Pro­pan­gas zu­ge­stimmt, da hier­für nur ge­ring­fü­gi­ge Um­ar­bei­tun­gen not­wen­dig sind.
Ferner wurde [von der Lei­tung der al­ten Werk­bahn] dar­um ge­be­ten, zur bes­se­ren Ab­wick­lung des Ver­kehrs auf der ein­glei­si­gen Stre­cke an der Hal­te­stel­le Tras­sen­hei­de Dorf eine Um­fah­rung von etwa 200m Län­ge an­zu­le­gen. Dem An­tra­ge soll ent­spro­chen wer­den.
15.-17.10. Dienstreise nach Baut­zen und Des­sau
Die Arbeiten für den wa­gen­bau­li­chen Teil der bei­den elek­tri­schen Lo­ko­mo­ti­ven sind im we­sent­li­chen be­en­det. Es wird le­dig­lich noch an der Mon­ta­ge der Dreh­ge­stel­le ge­ar­bei­tet. Al­ler­dings sind die Rad­sät­ze noch nicht an­ge­lie­fert. Die elek­tri­sche Aus­rü­stung ist zum gro­ßen Tei­le ein­ge­baut. Es feh­len noch die Mo­to­re, die an­geb­lich in we­ni­gen Wo­chen an­ge­lie­fert wer­den sol­len.
Die Besichtigung der im Bau be­find­li­chen Steu­er­wa­gen er­gab, daß die Ar­bei­ten noch arg im Rück­stand sind. Es war bis­her le­dig­lich ein Wa­gen im Ka­sten ein­schließ­lich Dach fer­tig, ein Wa­gen im Ge­rip­pe und für wei­te­re 3 Wa­gen das Un­ter­ge­stell fer­tig. Die Fir­ma will nun­mehr je 5 Wa­gen in den Mo­na­ten Ja­nu­ar, Fe­bru­ar und März 1942 anlie­fern.
In Dessau waren bereits 4 Wa­gen­kä­sten im Ei­sen­bau fer­tig, ein­schließ­lich des höl­zer­nen Fuß­bo­dens. Au­ßer­dem wa­ren 10 Un­ter­ge­stel­le und 10 Dreh­ge­stel­le fer­tig. Die für die 15 Trieb­wa­gen be­nö­tig­ten Rad­sät­ze ein­schließ­lich Rol­len­la­ger wa­ren be­reits an­ge­lie­fert. Es kann da­her da­mit ge­rech­net wer­den, daß die er­sten 4 Wa­gen Ende De­zem­ber des Jah­res fer­tig­ge­stellt sind.
21.-23.10. Besprechungen in Pee­ne­mün­de
Der Bahntunnel unter den Bahn­stei­gen ist fer­tig, un­ter der Stra­ße noch in Ar­beit. Ei­ni­ge Ma­sten für die Ober­lei­tung und ei­ni­ge Sig­na­le für den Bahn­be­trieb sind er­rich­tet. Die Wa­gen­hal­le ist bis zum 9. Bin­der ein­ge­schalt, mit der Scha­lung für den Re­pa­ra­tur­gleis­an­bau ist be­gon­nen. Vom Gleich­rich­ter­werk ist die Wan­ne fer­tig und wird zur Zeit aus­ge­klebt. Vom 2. Gleich­rich­ter­werk wird zur Zeit die Bau­gru­be aus­ge­ho­ben. Sämt­li­che Bau­wer­ke für die Bahn sind aber noch er­heb­lich im Rück­stan­de. Da der Ei­sen­bahn­be­trieb An­fang näch­sten Jah­res auf­ge­nom­men wer­den soll, wird die Bau­lei­tung ge­be­ten, auf die­se Bau­ten (3 Un­ter­wer­ke, 2 Stell­wer­ke, meh­re­re Schalt­stel­len) ihr be­son­de­res Au­gen­merk zu le­gen.
10.11. Besprechung im RVM
Der von der Reichsbahn vor­ge­schla­ge­ne Um­weg zu un­se­rem Bahn­steig Zin­no­witz wird an­ge­nom­men. In Pee wird mit der RBD Stet­tin über künf­ti­ge Zu­sam­men­ar­beit ver­han­delt. Alte Werk­bahn be­ar­bei­tet HVP, neue Werk­bahn Grup­pe VI.
17.-19.11. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Besprechung mit der Bau­lei­tung über den Ein­bau ei­nes wei­te­ren Über­ho­lungs­glei­ses so­wie ei­nes zwei­ten Bahn­stei­ges in die ein­glei­si­ge Stre­cke zwi­schen Karls­ha­gen und Zin­no­witz bei der Hal­te­stel­le Tras­sen­hei­de La­ger. Das Gleis wie auch der Bahn­steig wer­den von der Lei­tung der al­ten Werk­bahn für not­wen­dig ge­hal­ten, um auf der lan­gen ein­glei­si­gen Stre­cke eine Aus­weich­mög­lich­keit zu ha­ben. Der An­trag wird be­für­wor­tet, da auch für den spä­te­ren Be­trieb der elek­tri­schen Werk­bahn eine Aus­weich­mög­lich­keit not­wen­dig ist. Auf das von der Werk­bahn be­reits vor ei­ni­ger Zeit ge­for­der­te Über­ho­lungs­gleis bei Tras­sen­hei­de Dorf glaubt man nun­mehr ver­zich­ten zu kön­nen. Ob ein wei­te­res Über­ho­lungs­gleis für den Be­trieb der elek­tri­schen Werk­bahn spä­ter not­wen­dig wer­den wird, dür­fte ab­zu­war­ten sein.
Im Unterwerk I sind die Sei­ten­wän­de und die De­cke des Erd­ge­schos­ses ver­schalt, im Un­ter­werk II ist erst die Wan­ne her­ge­stellt. Der Auf­trag zum Bau des 3. Un­ter­werks ist noch nicht er­teilt.
Das Zentralstellwerk ist bis zur De­cke des ober­sten Ge­schos­ses im Roh­bau fer­tig­ge­stellt. Die Schalt­stel­len Ib, II, IIIa, IIIb und V sind im Bau. Mit der Schalt­stel­le Ia, der größ­ten konn­te noch nicht be­gon­nen wer­den, weil man noch nicht im Be­sitz der Zeich­nun­gen war.
Ferner fand eine Be­spre­chung mit der HVP statt, in der man um Aus­kunft über die von Grup­pe VI ge­plan­ten Ei­sen­bahn­si­che­rungs- und Sig­nal­an­la­gen bat. Man will prü­fen, ob sich für die alte Werk­bahn noch eine Ver­bes­se­rung des Zug­mel­de­dien­stes lohnt bzw. ob es sich em­pfiehlt, vor­über­ge­hend noch Haupt- und Vor­sig­na­le ein­zu­bau­en.
2.-4.12. Besprechung mit der RBD Stet­tin
Der von der Reichsbahn vor­ge­schla­ge­ne Zu­gang zum Werk­bahn­hof Zin­no­witz wird zu­nächst im Ge­län­de ab­ge­steckt, da­nach zeich­ne­risch end­gül­tig fest­ge­legt, wo­rauf die Ver­hand­lun­gen mit den An­lie­gern über den Ge­län­de­er­werb von der Bau­lei­tung auf­ge­nom­men wer­den kön­nen.
Die RBD wurde gebeten, die Fra­ge zu prü­fen, ob bzw. wel­che Plä­ne dort über eine et­wa­ige Bahn­ver­bin­dung mit ei­ner neu­en Brücke über die Pee­ne bei Wol­gast vor­lie­gen.
Ministerialrat Schubert mach­te dar­auf auf­merk­sam, daß für alle Fra­gen der neu­en elek­tri­schen Werk­bahn Dipl.-Ing. Butt vom OHK, Wa Prüf 11/VI, Ber­lin zu­stän­dig sei, wäh­rend für die alte Werk­bahn Haupt­mann Haa­rig von der Hee­res­ver­suchs­an­stalt Pee­ne­mün­de der ver­ant­wort­li­che Lei­ter sei. Von Wich­tig­keit ist fer­ner noch, ein­deu­tig fest­zu­stel­len, wel­chen Cha­rak­ter die neue Werk­bahn er­hält, ob es sich um eine Pri­vat­an­schluß­bahn, ein Pri­vat­an­schluß­gleis oder eine Klein­bahn im Sin­ne des Klein­bahn­ge­set­zes han­delt.
VI Pee wurde um die um­ge­hen­de wei­te­re Be­ar­bei­tung der ein­ge­gan­ge­nen Be­wer­bun­gen um die Fahr­dienst­lei­ter und Wei­chen­stel­ler­po­sten ge­be­ten, da die­se An­ge­stell­ten eine etwa 3 – 4 mo­nat­li­che Aus­bil­dung in elek­tri­schen Stell­wer­ken der Ber­li­ner Stadt­bahn ab­sol­vie­ren müs­sen. Die Un­ter­la­gen der sei­ner­zeit auf­grund ih­rer Be­wer­bun­gen aus­ge­such­ten Elek­tro­mei­ster sind schnell­stens nach Ber­lin zu über­sen­den, da­mit die ge­eig­net­sten Be­wer­ber zur Vor­stel­lung ge­be­ten wer­den kön­nen. Es han­delt sich um je 1 Elek­tro­mei­ster für die Fahr­lei­tungs­an­la­ge so­wie für die Si­che­rungs- u. Sig­nal­an­la­ge. Die­se Stel­len müs­sen mög­lichst bald be­setzt wer­den, da­mit die In­ha­ber an den von den Fir­men be­reits in An­griff ge­nom­me­nen Bau­ar­bei­ten als­bald teil­neh­men kön­nen.
Die Bahnsteige Pee­ne­mün­de Ost und Karls­ha­gen Dorf sol­len für die elek­tri­sche Bahn auf die ge­gen­über­lie­gen­de Sei­te der jet­zi­gen Bahn­stei­ge ge­legt und die Bahn­steig­kan­ten aus Be­ton-Form­stei­nen an­ge­legt wer­den.
9.12. Chef Prüf genehmigt die Vor­ent­wür­fe: ..., 7 Schalt­stel­len für die Werk­bahn
9.-11.12. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Die Bauarbeiten an den Schalt­stel­len und dem Zen­tral­stell­werk ru­hen seit etwa 10 – 14 Ta­gen, weil alle dort an­ge­setz­ten Bau­ar­bei­ter auf An­ord­nung der Bau­lei­tung nach Tras­sen­hei­de La­ger ver­setzt wor­den sind. Durch die­se Maß­nah­me ist die Mon­ta­ge der Sig­nal­an­la­gen ent­spre­chend ver­zö­gert wor­den, so daß die Aus­füh­rung der Ar­bei­ten, die bei kal­ter Jah­res­zeit in­ner­halb der Ge­bäu­de hät­ten vor­ge­nom­men wer­den kön­nen, nicht mög­lich ist. Nach An­ga­be der Sig­nal­bau­fir­ma VES wird das He­bel­werk für das Zen­tral­stell­werk im Ja­nu­ar ver­sand­be­reit, so daß der Ein­bau des­sel­ben er­fol­gen könn­te, wenn das Ge­bäu­de fer­tig­ge­stellt und trocken wäre.
Der Stand der Arbeiten an den Schalt­stel­len ist fol­gen­der:
Schaltstelle Ia (Strandstraße) im Roh­bau fer­tig
Schaltstelle Ib (Bf Siedlung) Zeich­nun­gen in Ar­beit
Schaltstelle II (Diesellokschuppen) noch nicht be­gon­nen
Schaltstelle IIIa (Verbindungsgleis) Grund­mau­ern fer­tig, ohne Dach
Schaltstelle IIIb (Hauptwache) Fun­da­ment fer­tig
Schaltstelle IV (Ladegleis Gießerei) Fun­da­ment fer­tig
Schaltstelle V (Nähe Verw.Gebäude) im Roh­bau fer­tig
Das Umfahrungsgleis an der Gie­ße­rei war ur­sprüng­lich ohne Fahr­lei­tung vor­ge­se­hen. Es wäre für den spä­te­ren Be­trieb an­ge­bracht, wenn die­ses Gleis (etwa 300 m Län­ge) eben­falls mit Ober­lei­tung ver­se­hen wird, da­mit die Mög­lich­keit ge­ge­ben ist, das­sel­be auch mit El­lok zu be­fah­ren. Das Ma­te­rial hier­zu ist vor­han­den.
15.-17.12. Dienstreise nach Pee­ne­mün­de
Besichtigung der Bau­stel­len: Das zwei­te Un­ter­werk ist im Kel­ler­ge­schoß aus­ge­mau­ert. Die Erd­ar­bei­ten für den Ran­gier­bahn­hof sind zum gro­ßen Teil be­en­det. Das Ring­bahn­gleis ist eben­falls fer­tig, bis auf ein kur­zes An­schluß­stück, das noch über dem Heiz­ka­nal ver­legt wer­den muß. Die Be­ton­stüt­zen für den ho­hen Teil der Wa­gen­hal­le sind bis auf die letz­ten bei­den am Bü­ro­an­bau fer­tig. Am Bü­ro­an­bau wa­ren die Ar­bei­ten eben­falls wie­der auf­ge­nom­men. Das er­ste Un­ter­werk ist bis zur Höhe der un­te­ren De­cke fer­tig. Beim Stell­werk ist das Dach auf­ge­bracht.
Die Werkbahn be­ab­sich­tigt me­cha­nisch be­tä­tig­te Sig­na­le für die Hal­te­stel­len Pee West, Pee Ost, Groß­kreuz, Sied­lung Karls­ha­gen, Tras­sen­hei­de La­ger, Tras­sen­hei­de Dorf, Zin­no­witz zu be­schaf­fen. Die Fir­ma hat eine Lie­fer­zeit von 3 Mo­na­ten nach Klä­rung al­ler Fra­gen und Er­halt der Roh­stof­fe zu­ge­sagt. Die Fer­tig­stel­lung die­ser me­cha­ni­schen An­la­gen wird also kaum vor Mai 42 zu er­war­ten sein. Bis dann wer­den die von Grup­pe VI vor­ge­se­he­nen elek­tri­schen An­la­gen mit Si­cher­heit in Be­trieb sein, so daß die Be­schaf­fung die­ser me­cha­ni­schen Ein­rich­tun­gen über­flüs­sig er­scheint. Es wird zu­ge­sagt, die Auf­trä­ge auf die me­cha­ni­schen An­la­gen bis zur Be­spre­chung mit VId An­fang Ja­nu­ar 42 zu­rück­zu­stel­len.
Dreieck 1941 transparenter Platzhalter
Dreieck 1939/40 transparenter Platzhalter
1942 Dreieck
Abkürzungen:
BBC Brown, Boverie & Cie
BGS die nach ihrem Leiter be­nann­te, dem Ge­ne­ral­bau­in­spek­tor für die Reichs­haupt­stadt Speer un­ter­ste­hen­de Bau­grup­pe Schlempp
EW Entwicklungswerk, die frü­he­re Hee­res­ver­suchs­stel­le
FSP Fertigungsstelle Pee­ne­mün­de, spä­ter als Ver­suchs­se­rien­werk (VW) oder Werk Süd be­zeich­net
HAP Heeresanstalt Pee­ne­mün­de, spä­ter Hei­mat­ar­til­le­rie­park
HVP Heeresversuchsstelle Pee­ne­mün­de, spä­ter Hee­res­ver­suchs­an­stalt Pee­ne­mün­de
OKH Oberkommando des Hee­res
Pee Peenemünde
Prüf 11 eigentlich seit 1938 Wa Prüf 11, die für die Ra­ke­ten­ent­wick­lung zu­stän­di­ge Ab­tei­lung des Hee­res­waf­fen­am­tes, de­ren Lei­ter Dorn­ber­ger war
RBD Reichsbahndirektion
RVM Reichsverkehrsministerium
SAM Siemens Apparate und Ma­schi­nen GmbH
SSW Siemens Schuckert­wer­ke
VES Vereinigte Ei­sen­bahn­sig­nal­wer­ke
VW Versuchsserienwerk, die frü­he­re FSP
Wa Prüf 11 siehe Prüf 11



Letzte Änderung am 24.6.2003
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